In diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen das Forschungsprojekt „Coop4PEDs – Cooperatives for Positive Energy Districts“ vorstellen, das Teil des Programms Driving Urban Transitions (DUT) ist. Tobias Speckner von realitylab stellt das Projekt in diesem Video kurz vor:
Das Projekt Coop4PEDs verfolgt das Ziel, die Rolle und das Potenzial von Genossenschaften als zentrale Akteure bei der Dekarbonisierung und der Transformation städtischer Quartiere in „Positive Energy Districts“ (PEDs) zu erforschen und weiterzuentwickeln.
Es befasst sich mit den organisatorischen, finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen, mit denen Städte, Gebäudeeigentümer und Bewohner:innen bei der Umsetzung von PEDs in Bestandsquartieren konfrontiert sind. Derzeit wird diese Transformation oft noch gebremst bzw. verhindert aufgrund dieses „Frameworks“ und auch Bürger:innen-Initiativen stoßen häufig auf regulatorische Hindernisse. Coop4PEDs entwickelt hier einen integrierten Ansatz zur Überwindung dieser Hindernisse.
Dieser innovative Ansatz führt Genossenschaften als Treiber der städtischen Energiewende ein, indem er die Sektoren Wärme, Strom, Mobilität und andere geteilte Ressourcen wie z.B. Gemeinschaftsräume in genossenschaftlich geführte PED-Modelle integriert. Coop4PEDs konzentriert sich nicht nur auf die technische Infrastruktur, sondern baut auf dem Konzept der „Energy Commons“ auf. Es entwickelt neue Modelle für gemeinsames Ressourcenmanagement und befähigt die Bewohner, nachhaltig die geteilten Ressourcen entsprechend ihren eigenen Bedürfnissen zu produzieren und zu verwalten, anstatt sich auf Top-down-Lösungen zu verlassen.
Coop4PEDs zielt weiters darauf ab, Lösungen für drängende städtische Herausforderungen zu bieten, darunter Klimawandel, Energiearmut und die oft fehlende gesellschaftliche Akzeptanz für energetische Modernisierungen (z.B. Raus aus Gas). Durch den Beitritt zu genossenschaftlichen PED-Strukturen reduzieren die Bewohner*innen gemeinsam ihre CO2-Emissionen, beenden ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und stärken den sozialen Zusammenhalt sowie die lokale Resilienz. Die Zusammenarbeit innerhalb des organisatorischen und rechtlichen Rahmens einer Genossenschaft wird somit zu einem Schlüsselfaktor für die Teilhabe an transformativen Prozessen.
Die im Laufe des Projekts entwickelten Konzepte und Modelle werden in drei Urban Living Labs mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen validiert: Wien (Österreich), Malmö (Schweden) und Surbo (Italien). In Zusammenarbeit mit Bürger:innen, Kommunen und Forschungseinrichtungen werden skalierbare Lösungen getestet, die von der thermischen Sanierung von großvolumigen Bestandsquartieren aus der Nachkriegszeit bis hin zu Erneuerbare-Energien-Gemeinschaften (EEGs) reichen. Auf der Grundlage dieser praktischen Erfahrungen will das Coop4PEDs-Team übertragbare Planungsinstrumente und gesetzliche Empfehlungen erarbeiten, um das genossenschaftliche PED-Modell sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene zu fördern und voranzutreiben.

>>> Folge #Coop4PEDs auf LinkedIn bleibe am Laufenden! <<<
Im nächsten Blogbeitrag stellen wir das internationale und transdisziplinäre Konsortium des Coop4PEDs-Projekts vor. Bleibt also dran!
Coop4PEDs is funded by FFG (Austria), the Swedish Energy Agency and the Ministero dell’Università e della Ricerca MUR (Italy) under the Driving Urban Transitions (DUT) Partnership, which has been co-funded by the European Commission.
#Coop4PEDs #EnergyTransition #Sustainability #UrbanHeating #SharingRessources #commoning.net #commons #EnergyEommunities #HeatTransition #gemeinschaffen #ClimateAction #cooperative #DUTpartnership #PositivEnergyDistricts #PED #JustHeatTransition
