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FoodCoop – Was ist das?

Der Begriff FoodCoop stammt von dem englischen Wort der „Food Cooperative“ und bezeichnet eine feste Gruppe von Menschen, die gemeinsam Lebensmittel beziehen. Die bezogenen Lebensmittel werden dann innerhalb der Gruppe mit Hilfe der Mitglieder verteilt. Das Prinzip von FoodCoops ist keine neue Idee, sondern besteht schon seit den 1970er Jahren. Insbesondere in den letzen Jahren hat nicht nur die Biobranche einen Aufschwung erfahren, sondern auch das Bewusstsein und der Wunsch nach ökologisch und regional erzeugten Produkten.

Man unterscheidet prinzipiell verschiedene Arten von FoodCoops. Bei Bestellfoodcoops wird nur gemeinsam bestellt, bei Lagerfoodcoops gibt es ein gemeinsames Lager für die bestellten Produkte. Als weitere Form gibt es Mitgliederläden, in denen eingestelltes Personal den Laden betreibt.

FoodCoop – Wie organisiert sich das?

FoodCoops bestehen aus einer Gruppe an engagierten und interessierten Menschen und sind meist als Verein organisiert. Sie sind somit nicht gewinnorientiert, sondern finanzieren sich durch die Mitgliedsbeiträge. Als Verein sind sie basisdemokratisch und selbstorganisiert aufgebaut. Meist gibt es regelmäßige Plenen der ehrenamtlich helfenden Mitglieder. Jeder kann selbst entschieden, wie oft und viel er mithelfen kann und will.

Falls du detailliertere Informationen über FoodCoops erfahren möchtest, findest du hier das österreichische Handbuch zur Gründung und den Betrieb einer FoodCoop.

Supermarkt? Lieber ein Super Markt!

Ein großes Stichwort für FoodCoops ist die Ernährungssouveranität. Viele der Mitglieder von FoodCoops möchten nicht mehr im klassischen Supermarkt einkaufen gehen und kritisieren die industrielle Massenproduktion an Lebensmitteln sowie das Handelssystem und den individuellen Konsum. Sie suchen ein alternatives Versorgungssystem mit mehr Transparenz, Regionalität und den Werten, die sie vertreten. Deshalb haben die meisten der FoodCoops als Ziele, möglichst regional und biologisch Lebensmittel zu beziehen. Sie sollten ökologisch und sozial gerecht produziert werden und unter Vermeidung von Verpackungsmaterial transportiert werden.

Insbesondere für Menschen, die in größeren Städten leben, sind FoodCoops eine gute Möglichkeit, schnell und ohne großen Aufwand regionale und fair produzierte Lebensmittel zu bekommen, statt im klassischen Supermarkt einkaufen zu müssen. Zudem werden so kleine Betriebe in der Nähe unterstützt, die so neben Direktvermarktung und Großhandel eine weitere Absatzmöglichkeit bekommen.

Finde die FoodCoop deines Vertrauens!

FoodCoops gibt es in ganz Österreich verteilt. Auf der Website https://foodcoops.at/bestehende-foodcoops/ kannst du FoodCoops in deiner Nähe finden.

Hier ein paar Beispiele:

BioParadeis

BioParadeis war mit seinem Standort in Wien die erste FoodCoop in Österreich, welche 2007 ins Leben gerufen worden ist. Der Verein möchte den Biolandbau und die regionale Produktion fördern um eine nachhaltigere Landwirtschaft zu erreichen und mehr Ernährungsbewusstsein zu schaffen.

FoodCoop Osttirol – die gute Speis

Die gute Speis sieht sich als einen Ort der Begegnung, wo die Mitglieder ihre Bestellung online aufgeben und einmal pro Woche im Laden abholen können. Darüber hinaus werden auch gemeinsame Aktionen, Vorträge oder Ausflüge zu den Produzent:innen organisiert.

Kredenz.me – Der Bioladen

Ein Beispiel für eine FoodCoop, die in Form von Mitgliederläden organisiert ist. Du kannst bei Kredenz.me Mitglied werden und zu vergünstigten Preisen biologisch angebaute Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs kaufen.

Mila – Mitmach Supermarkt

Der Mitmach Supermarkt Mila ist ein genossenschaftlicher und selbstorganisierter Supermarkt in Wien, der sich für ein ökologisch nachhaltiges und sozial gerechtes Ernährungssystem engagiert. Die Gründung des Vereins geschah 2020, jetzt werden nur noch ein geeigneter Standort, finanzielle Unterstützung und mehr Mitglieder gesucht um eine Genossenschaft zu gründen und Mila endlich Realität zu verleihen!

FoodCoop Flora

Die FoodCoop Flora ist im Rahmen Projektes „Florasdorf am Anger“ im 21. Bezirk Wiens entstanden. Bereits im Wettbewerb wurde die Idee auch planerisch berücksichtigt und wir als realitylab durften bei der Gründung und Organisation unterstützen. Mit dem Projektziel einer „produktiven und essbaren Landschaft“ bestehen neben der FoodCoop auch Freiflächen zum Anbau von Nutzpflanzen und für Beete zur Verfügung. So wird eine Synergie aus klassischer Parknutzung und gärtnerisch bewirtschafteten Flächen für die lokale und urbane Lebensmittelproduktion geschaffen. Die FoodCoop ist mittlerweile sogar über die ursprüngliche Wohnhausanlage hinaus in die umliegende Nachbarschaft gewachsen!

Teile deine Erfahrungen!

Du betreibst eine eigene FoodCoop oder ein gemeinschaftlich organisiertes Projekt bezüglich dem Thema Ernährung? Dann trag dein Projekt auf unserer Gemeinschaffen Plattform ein. Hinterlass uns gerne einen Kommentar, ob und wenn ja in welcher FoodCoop du selbst Mitglied bist oder einfach nur um dich mit anderen auszutauschen! Wir freuen uns über deinen Beitrag!

Quellen:

https://foodcooposttirol.at/

https://foodcoopedia.de.fcoop.org/wiki/Foodcoop

https://foodcoops.at/2011/12/21/super-markt/

https://www.ernaehrungswandel.org/vernetzen/nischeninnovationen-in-europa/foodcoops

http://www.gafinen.com/foodcoop-handbuch.html

https://kreislaufwirtschaft.at/entdecken/kredenz-me-der-bioladen/

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